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Hier finden Sie einige
aktuelle Zeitungsberichte aus
dem Jahr 2011 (Quelle: Glocke
e-paper)
13.12.2011
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Integrationsprojekt an der
Mathias-Claudius-Schule
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„Es hat sich ein richtiges
Wir-Gefühl eingestellt“
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Rheda-Wiedenbrück (vw). Aus
Russland, Polen, Rumänien und
Bulgarien stammt der
überwiegende Teil der insgesamt
43 Schülerinnen und Schüler, die
an der
Matthias-Claudius-Hauptschule in
Rheda im Rahmen des Projekts
„Integration durch Lebens- und
Alltagskompetenz“ gefördert
werden. Und das mit wachsendem
Erfolg, wie
Schulsozialarbeiterin San Roman
Rodriguez jüngst im städtischen
Integrationsausschuss
berichtete.
„Es hat sich ein richtiges
Wir-Gefühl eingestellt“, zeigte
sie die positive Entwicklung in
der „Sprachförderklasse“ auf.
Auch durch Fahrten, Forenbesuche,
Stadterkundungen,
Bewerbungstrainings und andere
Aktivitäten haben sich die
jungen Leute Kompetenzen
erworben, die bei der
Integration helfen. Elf haben
den Wechsel in eine Regelklasse
geschafft – „so viele waren es
noch nie“, sagte San Roman
Rodriguez. Eine Schülerin
bekomme sogar das
„Start“-Stipendium, „und für
einen geht es in Richtung
Abitur“. Die nicht altersgleiche
Förderklasse ist inzwischen in
vier Leistungsgruppen eingeteilt
worden.
Besonderen Wert legt die
Schulsozialarbeiterin auf die
Einbindung der Eltern. Durch
Hausbesuche hat sie sich bekannt
gemacht: „Alle kennen jetzt mein
Gesicht.“ Elternabende finden in
der Cafeteria der Schule statt
und nicht mehr in Klassenräumen.
Ein „Internationales Kochbuch“
will San Roman Rodriguez mit den
Mütter und Vätern
zusammenstellen, denn über das
Thema Essen, hat sie
festgestellt, kommen sich die
Menschen aus unterschiedlichen
Nationen am schnellsten näher.
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07.12.2011 |
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Elternbefragung ab April
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Fachausschuss zurrt
Fahrplan für „Bildungsreform“ fest
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Rheda-Wiedenbrück (ng).
Der grobe Fahrplan für den
Schulformwechsel in Rheda-Wiedenbrück
zum Sommer 2013 steht. In der
Schulausschusssitzung am Montagabend
nannten der städtische Rechtsdezernent
Eberhard Greufe und Jugendamtsleiterin
Reinhild Birkenhake erste Details.
Bis Ende Dezember stehen zunächst
weitere Abstimmungsgespräche mit der
Detmolder Bezirksregierung und den
Leitern der sechs weiterführenden
Schulen im Stadtgebiet auf dem Programm.
Im Januar und Februar soll sich dann
mehrfach unter Führung der
Stadtverwaltung eine Arbeitsgruppe
treffen, die ein pädagogisches Konzept
für die geplante Sekundarschule
erstellt. Zeitgleich will die Stadt
Informationsschreiben an die Eltern
verschicken.
Bis Ende Januar soll der Schulausschuss
den genauen Wortlaut des Fragebogens
verabschieden, der voraussichtlich im
April oder Mai an alle Väter und Mütter
der Zweit- und Drittklässler in den
Grundschulen versendet wird.
Zuvor sind in den sechs Grundschulen
beziehungsweise Schulverbünden jeweils
zwei Informationsveranstaltungen für
alle interessierten Eltern geplant, wie
Reinhild Birkenhake in der Sitzung
erläuterte.
Die Fragebögen sollen zeitnah
ausgewertet werden, damit der
Schulausschuss auf Grundlage der
Ergebnisse am 26. Juni beraten kann. Die
endgültige Entscheidung über die
künftige Gestaltung der
Rheda-Wiedenbrücker Bildungslandschaft
trifft der Stadtrat in seiner letzten
Sitzung vor der Sommerpause am 2. Juli.
Weitere Einzelheiten zum zeitlichen
Ablauf gibt die Verwaltung in der ersten
Schulausschusssitzung des neuen Jahrs
bekannt.
Noch vor dem Verfassen der Fragebögen
müsse entschieden werden, ob die zu
errichtenden Sekundarschulen in Rheda
und Wiedenbrück integriert,
teilintegriert oder kooperativ geführt
werden sollen, unterstrich Greufe.
Vieles spreche für die (teil)integrierte
Variante, in der zumindest in einigen
Fächern (zum Beispiel Mathematik und
Englisch) eine Aufteilung der Schüler
nach Leistungsstärke erfolgt. Dieses
Konzept setzten die örtlichen
Hauptschulen bereits seit Jahren um,
betonte Ketteler-Schulleiterin Elisabeth
Stratmann. Daran solle man festhalten.
Brigitte Frisch-Linnhoff (SPD) wies
darauf hin, dass bei der Elternbefragung
wie beschlossen wirklich jede mögliche
Schulform (also auch die Gesamtschule)
zur Wahl stehen müsse. Volker
Brüggenjürgen (Grüne) wünschte sich für
den weiteren Prozess „größtmögliche
Transparenz“.
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23.11.2011

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Zitate
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„Dass sich viele Leute, die im Sandkasten gerne
Schulkrieg gespielt haben, darüber ärgern, dass
wir ihnen mit dem Schulkonsens die Backförmchen
aus der Hand genommen haben, kann ich gut
verstehen.“
Prof. Dr. Thomas Sternberg zum landesweiten
Schulkonsens.
„Die Zeit für Veränderungen ist gekommen, das
zeigen insbesondere die Anmeldezahlen für die
beiden Hauptschulen.“
CDU-Stadtverbandschef Peter Bole zur Situation
vor Ort.
„Mit zwei Sekundarschulen fahren wir in einer
zweipoligen Stadt wie Rheda-Wiedenbrück am
besten.“
Ratsherr Heinz-Georg Große- rohde begründet die
Entscheidung der CDU mit der angestrebten
Gleichgewichtsverteilung.
„Eine Gesamtschule wäre sinnlos, denn damit
würden wir auf eine geringere Nachfrage mit
einer Ausweitung des Angebots reagieren.“
Ratsherr Michael Pfläging, bildungspolitischer
Sprecher der CDU-Ratsfraktion.
„Eine Gesamtschule mit einer nur einzügigen
Oberstufe wäre fatal für Rheda-Wiedenbrück.“
Prof. Dr. Thomas Sternberg.
„Unsere Partei hat sich beim Bildungskonsens am
meisten bewegt. Wir sind von der
Hauptschulgarantie abgewichen.“
Uwe Henkenjohann, Vorsitzender der
CDU-Stadtratsfraktion.
„Durch eine Gesamtschulgründung allein lässt
sich die Abiturientenzahl nicht steigern.“
Prof. Dr. Thomas Sternberg.
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| 23.11.2011 |
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Mettenborg ist gegen eine weitere
Oberstufe
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Rheda-Wiedenbrück (ng). Hauptziel des
nordrhein-westfälischen Bildungskonsens sei die
Installierung einer demografiefesten Schulform gewesen,
die mindestens für die kommenden zwei Jahrzehnte Bestand
haben werde, erklärte Prof. Dr. Thomas Sternberg. Die
neue Schule solle die Stärken und Qualitäten von Haupt-
und Realschulen unter einem neuen Dach zusammenführen
und dadurch für möglichst viele Jungen und Mädchen
attraktiv sein.
Jedes
Kind und jeder Jugendliche werde in der Sekundarschule
gemäß seinen Fähigkeiten und Begabungen gefördert,
versicherte der bildungspolitische Sprecher der
CDU-Landtagsfraktion. Denn in Zeiten stark rückläufiger
Geburtsjahrgänge „können wir auf kein Kind verzichten“,
sagte Prof. Dr. Sternberg. „Wir, und damit meine ich vor
allem auch die Unternehmen, brauchen jeden
Jugendlichen.“ Erstmals seit langem sei die Zahl der
Ausbildungsplatzsuchenden in diesem Jahr geringer
gewesen als die zu Verfügung stehenden Lehrstellen (12
555 zu 19 605). Dieser Trend werde sich in Zukunft
weiter verschärfen. Ein Hauptanliegen der neuen
Sekundarschule müsse also die Sicherstellung der
Ausbildungsreife nach sechs Unterrichtsjahren sein.
Bürgermeister Theo Mettenborg erläuterte das weitere
Vorgehen: Ende des Jahres sollen alle Eltern über alle
fünf weiterführenden Schulformen informiert werden. Ab
Februar folgen Informationsveranstaltungen insbesondere
für die Väter und Mütter der jetzigen Grundschulkinder.
Die Elternbefragung zur Feststellung des tatsächlichen
Bedarfs sei für April oder Mai geplant. Im Juli solle
der Stadtrat dann die endgültige Entscheidung über das
künftige Aussehen der Rheda-Wiedenbrücker
Bildungslandschaft fällen.
Keinen
Zweifel ließ Mettenborg daran, dass er den CDU-Vorschlag
(je eine Sekundarschule in Rheda und Wiedenbrück als
Ersatz für die vier Haupt- und Realschulen) favorisiert.
Trotzdem werde die Stadtverwaltung die Eltern „neutral
und frei von jeder Ideologie informieren“. Einer
Gesamtschule mit eigener gymnasialer Oberstufe erteilte
Mettenborg eine klare Absage. Das führe zu einer
deutlichen Schwächung der Kursvielfalt von Rats- und
Einstein-Gymnasium. „Damit wäre also nichts gewonnen.“
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23.11.2011 |
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Infoveranstaltung im Reethus
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CDU rührt Sekundarschul-Werbetrommel
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Von
unserem Redaktionsmitglied Nimo Grujic
Rheda-Wiedenbrück (gl). Zwei
Sekundarschulen sind die beste Lösung für das
Rheda-Wiedenbrücker Bildungsproblem. Darin waren sich
die sieben Podiumsgäste während der
Informationsveranstaltung der CDU zum Thema Gesamtschule
am Montagabend im Reethus einig.
Neben
Bürgermeister Theo Mettenborg sowie Vertretern von
Ratsfraktion und Stadtverband brach auch ein prominenter
Experte aus der Landeshauptstadt Düsseldorf eine Lanze
für die neue Schulform: CDU-Landtagsabgeordneter Prof.
Dr. Thomas Sternberg, seines Zeichens
bildungspolitischer Sprecher der Unionsfraktion und
Mitunterzeichner des NRW-Schulkonsens. Erst vor wenigen
Wochen hatten sich CDU, SPD und Bündnisgrüne im Land auf
eine gemeinsame Marschrichtung in Sachen Bildungspolitik
geeinigt. Wesentliche Bestandteile sind die Einführung
der neuen Sekundarschule und die Aufhebung der
Bestandsgarantie für Hauptschulen, die bislang in der
Landesverfassung verbrieft war. Zwei Knackpunkte, an
denen sich in Rheda-Wiedenbrück zurzeit noch die Geister
scheiden: Denn während man auf Landesebene einen
Kompromiss gefunden hat, sind die politischen Lager in
der Doppelstadt an der Ems davon noch weit entfernt.
Prof.
Dr. Thomas Sternberg rührte am Montagabend die
Werbetrommel für die Sekundarschule und untermauerte
seine Aussagen mit Fakten aus der Bildungsstatistik. Der
demografische Wandel führe zu einem Rückgang der
Schülerzahlen, zugleich entschieden sich immer mehr
Eltern gegen die Hauptschule als weiterführende
Bildungseinrichtung für ihren Nachwuchs. Die Folge: Das
dreigliedrige System aus Haupt-, Realschule und
Gymnasium sei vielerorts – so auch in Rheda-Wiedenbrück
– auf Dauer nicht mehr überlebensfähig. Prof. Dr.
Sternberg rechnete vor, dass die Grundschülerzahlen
binnen zehn Jahren NRW-weit um fast 16 Prozent
zurückgehen werden. „Das Minus entspricht 16 600 Klassen
und wird nicht ohne Schulschließungen einhergehen
können“, sagte der CDU-Bildungsexperte.
In der
Folge führe diese Entwicklung zu einem massiven Einbruch
an Fünftklässlern. In Rheda-Wiedenbrück sei die
Gesamtschülerzahl seit 2001 um zwei Prozent gesunken.
Die beiden Gymnasien würden aktuell von 2041 Kindern und
Jugendlichen besucht (plus 26 Prozent im Vergleich zum
Jahr 2001), die beiden Realschulen von 1399 Jungen und
Mädchen (plus fünf Prozent) und die beiden Hauptschulen
in Rheda und Wiedenbrück von 779 jungen Leuten, was
einem Rückgang von 22 Prozent entspreche.
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16.11.2011 |
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Schulfrieden? In Rheda-Wiedenbrück ticken
die Uhren der Politiker anders
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Rheda-Wiedenbrück (gl). Zur anhaltenden Diskussion um die
bevorstehenden Veränderungen in der Rheda-Wiedenbrücker
Schullandschaft schreibt Günter Koroch, Twiehüserweg 41,
Rheda-Wiedenbrück, an die Lokalredaktion:
Es ist schon
seltsam in unserer Stadt: Da wird schon seit Monaten über eine
Gesamtschule geredet, und deren Verfechter kennen anscheinend
nichts anderes. Nur zur Information: Die Landesparteien haben
sich längst auf eine neue, moderne Schulform geeinigt – nämlich
die Sekundarschule. Toll, dass nach Jahren dieser leidige Streit
vorbei ist.
Aber falsch
gedacht: In unserer Stadt laufen für einige Politiker die Uhren
anders. Die SPD und die UWG haben wohl nicht begriffen, dass wir
jetzt das Jahr 2011 haben. Anstatt uns über die neue
Sekundarschule zu informieren, machen sie immer noch Werbung für
die Gesamtschule. Zur Sekundarschule wird nur gesagt, dass diese
Schulform niemand kennt. Warum informieren die Politiker nicht
erst sich selbst und dann die Bevölkerung?
Wir Eltern haben
ein Recht darauf, vernünftig und sachkundig informiert zu
werden. Die bisherigen Informationsleistungen von SPD und UWG
kann man daher allenfalls mit „nicht mehr ausreichend“ bewerten.
Ich habe
versucht, mich über die Schulformen zu informieren und habe
feststellen müssen, dass von den Abgängern der Gesamtschulen im
Jahr 2009 nur 24,9 Prozent das Abitur in der Tasche hatten. Zum
Vergleich: Bei den Gymnasien waren es 79,6 Prozent – so
nachzulesen im Bildungsbericht des Kreises Gütersloh.
Die Behauptung
der Gesamtschulanhänger, der Elternwille werde nicht ausreichend
berücksichtigt, ist nicht nachvollziehbar. 400 Kinder aus
Rheda-Wiedenbrück besuchen auswärts eine Gesamtschule. Das ist
die Minderheit. Die meisten Schüler werden vor Ort unterrichtet.
Wir sollten uns also nicht von einer Minderheit die Schulformen
diktieren lassen.
Die Kinder und
Eltern der Osterrath-Realschule haben am Mittwoch, 9. November,
bewiesen, dass sie auch die Fähigkeit haben, ihren Willen
kundzutun. Der Ratssaal war voll. Das war Basisdemokratie in
reinster Form – und lässt sich bestimmt wiederholen.
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