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Rheda-Wiedenbrück (nit).
Die Probleme sind unterschiedlich, der erste Schritt zur Lösung
aber stets derselbe: Wenn den Schülern der Matthias-Claudius-Schule
Rheda irgendwo der Schuh drückt, sind sie bei Mike Antonowitsch an der
richtigen Adresse. Der 33-Jährige ist Schulsozialarbeiter und seit
vier Wochen neuer Ansprechpartner für die Hauptschüler. Schwerpunkt
seiner Arbeit: Beratungsgespräche für Kinder aus den fünften bis
siebten Klassen.

| Zuhören und da sein:
Mike Antonowitsch hat für die Probleme der Schüler immer ein
offenes Ohr.
Bild:Tiemann |
Als der städtische Schulausschuss vor sieben Jahren
erstmals den Antrag auf eine Schulsozial- arbeiterstelle bewilligte,
war das Thema Sozialarbeit an Schulen noch Neuland. In Zeiten von
Pisa, Bildungsmisere und Co. ist es still geworden um die Kritiker
solcher Maßnahmen. |
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Wir müssen uns den Herausforderungen der Zeit
stellen, machte Klaus W. Giljohann, Fachbe- reichsleiter Schule in
der Stadtverwaltung, gestern deutlich.
Drei halbe Sozialarbeiterstellen finanziert die Stadt Jahr für Jahr
an der Matthias-Claudius- Schule Rheda. Dass eine dieser Stellen nun
mit Antonowitsch neu besetzt werden konnte - für die Schule nach
Angaben ihres Leiters Reinhard Mader ein echter Glücksfall. Bislang
fehlte nämlich ein männlicher Ansprechpartner für die Jungs, die, so
Antonowitsch, gewisse Probleme lieber von Mann zu Mann besprechen.
Seinen Schwerpunkt sieht der 33-Jährige künftig in der Arbeit mit den
jüngeren Schülern. Probleme wie Prüfungsangst, die Tendenz zum
Schulschwänzen oder private Schwierig- keiten - all diese Dinge möchte
der Sozial- arbeiter so früh wie möglich im Keim ersticken. Zudem
geht er regelmäßig in die Klassen, übt die Einhaltung von Regeln und
das Verhalten in der Gruppe. Sollten Einzelne Hilfe benötigen, kann er
sie als Mitarbeiter der Diakonie Gütersloh (Trägerin der
Schulsozialarbeit) unkom- pliziert an die Beratungsstellen für
erzieherische Hilfen vermitteln.
390 Schüler besuchen die Hauptschule in Rheda. Nach Einschätzung der
Sozialarbeiter nehmen zehn bis 20 Prozent aller Schüler eines
Jahrgangs ihre Beratung in Anspruch. Hauptgrund sei die schlechte Lage
auf dem Arbeitsmarkt, die vielen Schülern die Lust am Lernen verdirbt.
Mader betont, dass körperliche Gewalt an seiner Schule trotzdem
absolut kein Thema sei. |