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nRheda-Wiedenbrück.
Wer im Sommer in ein Auto steigt, das zehn 10 Minuten in der Sonne
gestanden hat, findet es darin total heiß. Das ist der Treibhauseffekt,
erklärt Martin Fliegner, Geograph, Matthias- Claudius-Schülern. Er ist
Mitarbeiter von Geoscopia, dessen Team die weiterführenden Schulen in
Rheda-Wiedenbrück besucht.
Gegen den Treibhauseffekt unternehmen alle 17 Schulen der Stadt etwas: Sie
beteiligen sich an der Aktion Energiesparen macht Schule. Von 2000 bis
2005 wurden allein durch Verhaltensänderungen wie bewusstes Lüften oder
Heizen 1.727, 39 Tonnen Kohlenstoff-Dioxid-Ausstoß vermieden, was 370.654
Euro entspricht.
Von diesem Geld und vom Sponsor Eine Welt Netz deine Stimmt gegen
Armut finanziert, wurde Gesocopia beauftragt, den Schülern der siebten
und achten Klassen viele spannende und zugleich auch erschreckende Fakten
näher zu bringen. Die Geographen verdeutlichten, was Klimawandel überhaupt
ist.
Mit eindrucksvollen Satellitenfotos, die zum Teil live aus dem All
überspielt wurden, illustrierten Fliegner und sein Kollege Michael Geisler
ihren Vortrag in der Matthias-Claudius-Hauptschule. Sie bezogen die
Schüler ein. Die Jugendlichen mussten sich viele Dinge selbstständig
erarbeiten und eigene Ideen liefern.
Gemeinsam erkundeten die Schüler, die sich sehr interessiert zeigten,
die Auswirkungen des Klimawandels auf die Menschen und die Erde.
Denn wie bei dem erhitzten Auto ist es auch mit dem Globus. Neben dem
natürlichen Treibhauseffekt verursachen die Menschen einen künstlichen.
Durch Autoabgase, die Verbrennung von Kohle, 01 und Gas, Vulkane und durch
Ausatmen entsteht Kohlenstoff-Dioxid.
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Wenn ein Auto fünf Tankfüllungen leerfährt, gibt es
sein gesamtes Gewicht in Kohlenstoff-Dioxid an die Luft ab, so Fliegner
zu den verblüfften Schülern. Normalerweise könnten Wälder den Großteil der
Gase in Sauerstoff umwandeln, doch auch in dieses System greifen die
Menschen ein. Vor allem für Tierfutter, wie Sojabohnen, holzen sie den
Regenwald ab. Die Menschen bauen Soja-Bohnen an, die aus normalen Tieren
Power-Kühe machen, damit wir mehr Milch und Fleisch haben. Pro Minute
wird alleine im brasilianischen Regenwald eine Fläche von fünf
Fußballfeldern abgeholzt, weltweit sind es 31.
Der Geograph erklärte, dass der Anstieg der Durchschnittstemperatur in den
nächsten 100 Jahren bei zwei bis drei Grad liege. Das sei wenig, meinten
die Schüler. Ob es 15 oder 17 Grad seien, spüre man nicht. Diese Meinung
nahmen sie allerdings sofort zurück, als Fliegner sagte: Während der
Eiszeit war die Durchschnittstemperatur nur fünf Grad niedriger als heute.
Könnt ihr euch jetzt vorstellen, was drei Grad ausmachen?
Doch jeder könne etwas gegen den Klimawandel unternehmen. Fliegners
Vorschlag: öfter mal Fahrrad fahren oder Bio-Fleisch zu kaufen, da die
Bauern das Futter selbst anbauen und Energiesparen macht Schule für zu
Hause übernehmen. Also öfter mal Stoßlüften und die Heizung zu
kontrollieren würden schon helfen.
Die Schüler äußerten sich zu den zwei Schulstunden überaus positiv. Sie
fanden die Präsentation sehr interessant. Ja, man kann etwas daraus
lernen. Ich weiß jetzt, dass wenig viel anrichten kann, meinte Julian
Ellebracht über den voraussichtlich eintretenden Temperaturunterschied.
Erzählt doch euren Freunden und Familien von dem, was ihr hier gelernt
habt, sagte Fliegner. Jetzt wisst ihr, was ihr mit den kleinsten Dingen
hier in der ganzen Welt verändern könnt. |